Ein Baby zum Frühstück

Ein Dutch Baby! Ein Pfannkuchen aus dem Backofen wie ihn deutsche Einwanderer in den USA erfunden haben sollen. „Dutch“ ist dabei eine Verballhornung von „Deutsch“.

Schmeckt toll, ist ganz einfach und es gibt ihn in vielen Variationen. Und natürlich kann man auch welche dazu erfinden. Unser Dutch Baby kommt heute mit Blaubeeren auf den Tisch.

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So ein Dutch Baby ist ganz großes Ofenkino.  Am besten dabei bleiben und zugucken wie das Baby wächst. Backt man ihn ohne Belag, wirft er auch in der Mitte große Blasen. Das Obst isst man dann als Kompott dazu. Der Pfannkuchen wird fluffig und lecker braun. Das liegt an der gebräunten Butter in der Pfanne. Aber ganz von vorne.

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3 Eier, 50 g Zucker, 150 ml Milch, 60 g Mehl, 1 Prise Salz und Zimt klümpchenfrei und schaumig miteinander verrühren. 15 Minuten ruhen lassen. Derweil den Ofen mit einer ofenfesten Pfanne darin auf 220 Grad vorheizen.

Sind Ofen und Pfanne heiß, Pfanne heraus nehmen, 3 EL Butter in der heißen Pfanne schmelzen und anbräunen. Geht von ganz allein. Dann den Teig in die Mitte der Pfanne geben und ab in den Ofen für 15 – 18 Minuten.

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Der Teig wächst sozusagen über sich hinaus. Bereitet man den Teig ohne Zucker, geht das Baby auch mit Speck und Zwiebeln. Oder worauf man immer gerade Lust hat.

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Beschwipste Kirsche

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Kirschenzeit. Bei uns hängen sie in großen Trauben an den Ästen. Leuchtend rot in der Sonne. Was für eine Ernte! Und keine Stare weit und breit. Wo sind die eigentlich dieses Jahr?

Da muss man sich einfach an die Ernte machen! Bei uns gibt es eine Kirschgrütze, Beschwipste-Kirsche-Marmelade und Kirschcrepes. Für Marmelade und Crepe legen wir die halbierten Kirschen mindestens 12 Stunden in Zucker/Gelierzucker, Zitronensäure und Kirschwasser ein. Schon allein vom Duft läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Für die Marmelade neben dem Gelierzucker unbedingt Zitronensäure benutzen und nach dem Kochen noch einen ordentlichen Schuss Kirschwasser hinzufügen. Damit bekommt sie ein hinreißendes Aroma.

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Da wir nur zu zweit sind, verschenken wir viele Marmeladen. Viel schöner als Blumensträuße den Sommer über. Was könnte jetzt gerade schöner sein als ein Körbchen Kirschen und frische Kirschmarmelade.

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Rot sehen…

tOMATEN!

Zeit für Tomaten. Seit meiner Kindheit haben sich die Sorten vervielfacht. Tomate ist lange nicht mehr gleich Tomate. Leider sagt ihr Aussehen nicht immer etwas über ihren Geschmack. Ausprobieren ist oft angesagt. Und Wintertomaten schmecken lange nicht wie Sommertomaten. Und erst die aus dem eigenen Garten…

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In manche kann man einfach so reinbeissen – tomatig! Andere besser gleich mit Zwiebeln, Chili, Knofi und Co. zu einer Pasta- oder Pizzasauce ein kochen.

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Zwiebeln Knoblauch, Chilis und Kräuter sind die feinsten Begleiter.
Rezepte mit Tomaten gibt es nun wirklich genug. Wir lieben Tomatenbruschetta: auf selbst gebackenem Weißbrot in Olivenöl geröstet, die Tomaten sonnenwarm.

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Aber auch eine traditionelle Tomatensauce geht ganz fix und braucht manchmal gar nicht weiter als vielleicht ein Stück Parmesan.

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Toll sind auch warme Tomaten zu einem Stück Fleisch oder Fisch.

Ganze Kirschtomaten 2 Minuten in Olivenöl braten. Eine durchgepresste Knofizehe dazu. Zwei Minuten weiter braten. Dann das Ganze mit 2 EL Zucker hellbraun karamelisieren. Mit 3 EL Balsamessig ablöschen. Salzen und pfeffern und drei Minuten ziehen lassen.

Ich hoffe, meine kleine Tomaten Hommage hat euch angeregt und gefallen.

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Ruchmehl und Buttermilch

Eigentlich geht bei mir in der letzten Zeit kaum ein Brot ohne einen Ruchmehl Anteil. Ruchmehl enthält einen größeren Teil der äußeren Schalenschicht des Korns. Das wirkt sich vor allem geschmacklich aus.

Man kann einen Teil des Weizen- oder Dinkelmehls in einem Rezept dadurch ersetzen oder auch mal Roggenmehl. Und natürlich gibt es reichlich Schweizer Ruchmehl Brotrezepte.

Hier ein Brot mit einem Teil Ruchmehl und Buttermilch.

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350 g 550er Weizen
150 g Ruchmehl
200 g Wasser
200 g Buttermilch
12 g Salz
8 g Hefe (geht auch mit weniger, hatte nur wenig Zeit)
bei 30 Grad im Gärautomaten ca. 6 Std. bis doppelte Größe oder länger bei Raumtemperatur.
im vorgeheizten Topf 230 Grad O/U 40 – 50 Minuten.

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Paprika Frigitello

Ok, hatte ich auch noch nicht gehört. Aber da lagen sie nun. Und dem Fotografen in mir gefielen sie auf Anhieb. Und auf den Geschmack war ich neugierig.

Ich fand, sie sahen zum Anbeißen aus, aber irgendwie auch ein wenig heimtückisch. Scharf?

Paprika Frigitello 1

Da hilft nur Probieren. Und es war ein Erfolg. Sie schmecken intensiver als eine Paprika, aber nur ein wenig schärfer. Insgesamt überzeugend. Sie müssen knackig bleiben bei der Zubereitung und frisch schmecken.

Ich habe ein wenig Mett als Klößchen angebraten, in dem Bratfett die in Scheiben geschnittenen, kleinen Paprika nur 3 Minuten gebraten. Dann die Mettklößchen dazu und mit einem Schuss Gemüsebrühe und Weißwein abgelöscht. Zum Schluss mit einem Löffel Creme fraiche verfeinert.

Lecker! Wenn ihr die Frigitello findet, einfach mal ausprobieren.

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